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Im Bereich der Geisteswissenschaften werden neue Forschungsansätze
und neue Erkenntnisse nur sehr langsam rezipiert. Insbesondere in den Bereichen
Geschichte, Volkskunde und Kunst halten sich erfahrungsgemäss altes Schulbuch-Wissen und
traditionelle Vorstellungen sehr lange. In einer Randregion ohne grössere und höhere
Bildungs- und Forschungsstätten und deren Aktivitäten verzögert sich die Kenntnisnahme
noch mehr. Nicht zuletzt auch nach den Erfahrungen im Jubiläumsjahr 1991 startete deshalb
das Staatsarchiv Uri nach einer positiv verlaufenen Umfrage im Dezember 1991 bei
möglichen Referenten im Frühjahr 1992 mit der Diskussionsreihe "Der runde
Tisch". Das Staatsarchiv möchte damit allen Interessierten die Möglichkeit bieten,
sich über die aktuelle Forschung und deren Fragestellungen zu orientieren. Gleichzeitig
ergibt sich daraus für die Fachleute ein Forum für die Präsentation neuer Ansätze und
Ergebnisse und den Gedankenaustausch. In der Regel werden Referentinnen und Referenten eingeladen, die aus der Sicht des Veranstalters durch ihre Arbeit in den erwähnten Fachbereichen mit neuen Forschungsansätzen oder neuen Ergebnissen die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben. Vor jedem Engagement steht deshalb die interne Vorbereitung und Meinungsbildung. Zusammen mit dem Gast werden dann aber die Abende auch intensiv vorbesprochen, damit für alle Beteiligten ein minimaler Erfolg gesichert werden kann. Die Abende beinhalten meistens drei Teile: kurzes Einleitungs-Referat des Gastes, Befragung durch die drei wissenschaftlichen Mitarbeiter des Staatsarchivs, Fragen aus dem Publikum. Bis zum Frühling 1999 wurden insgesamt 15 Veranstaltungen mit grossem Erfolg durchgeführt. Insbesondere hat sich ein treues Stammpublikum gebildet, das die Veranstaltungen regelmässig besucht. Die Diskussionsabende finden in der Regel im Frühling statt. |
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